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EINMALEINS der
BEWUSSTSEINS-
FORSCHUNG

Es ist viel passiert in der Bewusstseinsforschung in den letzten Jahrzehnten. Vieles von dem, was wir landläufig für esoterisch halten, ist inzwischen wissenschaftlich fundiert, beispielsweise die Existenz von medialen Fähigkeiten. Gleichzeitig wird vieles, was wir als aktuellen Stand der Wissenschaft betrachten, gerade wieder in Frage gestellt, beispielsweise den Sitz unseres Bewusstseins in unserem Gehirn. Bewusstsein wird beispielsweise als grundlegendes Element wie Materie diskutiert oder als Quantenprozess, da es sich nicht um ein lineares Phänomen zu handeln scheint. Buddhistische Mönche meditieren in MRTs, Forscher:innen kooperieren mit Wachträumer:innen, Gruppenmeditationen verändern Frequenzen. Je tiefer die Forschung geht, je rätselhafter wird das Phänomen Bewusstsein. Die Anzahl der Disziplinen, die sich mit Bewusstsein befasst, ist riesig und überschreitet die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Um das Thema herum entstehen zudem neue Disziplinen.

Wir versuchen, einen kleinen Überblick über das zu kriegen, was an Hochschulen weltweit passiert und welche Diskurse gerade in der Wissenschaft bewegt werden. Unterwegs möchten wir auch verstehen, welche Sprache, Methoden, Definitionen genutzt werden, wenn es um Bewusstseinsforschung im 21. Jahrhundert geht. Unsere Ergebnisse bereiten wir Stück für Stück in einfacher Sprache auf, soweit es uns gelingt.

PHÄNOMENOLOGISCHE
DATEN-
ERHEBUNG

Wir wussten von Anfang an, dass wir auch unsere eigenen Meditationen erforschen wollen. Unsere Versuche beinhalteten EKG und EEG und wir haben sogar über Untersuchungen des Mikrobioms nachgedacht. Schließlich sind wir jedoch bei der phänomenologischen Forschung gelandet, da es wenig qualitative Daten zu dem gibt, was während der Stille in uns passiert – obwohl die Qualia als das harte Problem der Bewusstseinsforschung bezeichnet wird.

Die Forschungsanordnung ist simpel: Monia meditiert mit Stoppuhr und laufender Tonaufnahme exakt 60 Minuten. Sie nutzt keinerlei Hilfsmittel, weder äußere wie Musik oder Gerüche noch innere wie Fantasiereisen oder Trance-Techniken. Sie richtet sich ausschließlich an der Intention aus, tief in ihr Bewusstsein einzutauchen und spricht – soweit es ihr möglich ist – laut mit, was sie erlebt. Salome transkribiert die 60 Minuten und hält dabei ebenfalls eigene Reaktionen fest, wie Körperempfindungen oder innere Bilder, die in ihr auftauchen.

Wir halten uns momentan noch zurück mit der Auswertung der Daten, um uns so wenig wie möglich im laufenden Prozess zu beeinflussen, können jedoch bereits feststellen, dass in Salome oftmals Monias Erfahrungen auftauchen, bevor sie sie gehört hat. Momentanes Ziel ist jedoch zunächst eine große Datensammlung, anschließend die Erweiterung auf andere Meditierende.